Frühlingsgefühle in Berlin

Auf Streifzug mit der Panasonic Lumix GX8

Wohlfühl-Fotografie in Berlin

Anlässlich einer DNX Konferenz besuchte ich im Frühling 2016 wieder einmal Berlin (DNX = digitale Nomaden). Dieser Weekend-Trip war auch gleich ein kleines Jubiläum: Der 10. Besuch in Berlin. Ich liebe diese Stadt.
Bei jedem Besuch bin ich gespannt, wie sich Berlin wieder neu erfunden hat. Obwohl faktisch bankrott, wird seit zwei Jahrzehnten ununterbrochen an der "Hauptstadt Europas" gewerkelt. Offensichtlich hat die Berliner Regierung die Lizenz zum Geld drucken...
Anyway.
Das Frühlingswetter war einfach bombastisch und so verliess ich die Konferenz nach dem 4. Redner. Der Entscheid fiel mir leicht: Muffiger Altbau-Konferenzraum oder Sonne tanken.
Da ich mir einige Wochen zuvor die MFT-Kamera Panasonic Lumix GX8 gekauft hatte, war jetzt der ideale Zeitpunkt gekommen, um die Kamera ausgiebig zu testen.
Normalerweise schleppe ich eine ganze DSLR Ausrüstung mit mir mit - umso mehr entdeckte ich das völlig neue Fotogefühl, mit einer leichten und kompakten Kamera auf Streife zu gehen.

Neben den üblichen Verdächtigen wie Reichstag, Brandenburger Tor, Siegessäule etc. fokussierte ich meinen Blick auf Frühlingsmotive, Schnappschüsse und ungewohnte Blickwinkel.

Kuppel des Reichstages. Immer wieder ein Besuch wert. Ausnahmsweise iPhone-Pic mit der Pano-Funktion.

Infos zur Besichtigung

 

Brandenburger Tor im Morgenlicht. Grundsätzlich lohnt es sich früh morgens unterwegs zu sein: a) ist das Licht besser und b) sind noch kaum Touris unterwegs!

Infos zum Brandenburger Tor

Als Schweizer ist ein Besuch bei der Botschaft schon fast ein Muss - wenn es auch nur von aussen ist. Keine Botschaft der Welt hat einen so prominenten Platz wie die Schweiz: Direkt neben dem Kanzleramt.
Sozusagen Auge in Auge zur Mutti.

Holocaust Mahnmal für die ermordeten Juden Europas.

Infos zum Holocaust Denkmal

Ampelmann oben im Kontrast zur "Ampel-Subkultur" in der Nähe der East Side Gallery.

Detail vom "Global Stone Project" im Tiergarten.

Infos

Farbenexplosion des Frühlings. Ich bin immer wieder erstaunt, wie grün diese Stadt ist. Gepflegte Parkanlage hüben wie drüben.

Fotografisches Triptychon... ;-)

Schnappschüsse rund um die East Side Gallery.

Infos zur East Side Gallery

Füsse durchlüften und Selfie im Regierungsviertel.


0 Kommentare

DJI Inspire 1: Vergleich Zenmuse X3 und X5

Vom Phantom zum Inspire

Nachdem mich die verschiedenen DJI Phantom Multikopter nicht wirklich zu überzeugen vermochten, hatte ich mir im Mai 2015 den DJI Inspire 1 V1 gekauft.
Von diesem Gerät war ich auf Anhieb begeistert. Durch das Hochstellen der Rotoren war das Problem beseitigt, dass beim schnellen Flug immer die Rotorblätter oben im Bild sichtbar waren - für mich ein no go. An meinen Phantom Koptern hatte ich jeweils eine Gopro black 3+ montiert. Die Bildqualität war in Ordnung, sofern man die Kamera nicht aus der Horizontalen schwenkte; denn dann wurde der Horizont stark gebogen und die Aufnahmen waren unbrauchbar.
Mit der Kamera X3 am Inspire 1 war dieses Problem ebenfalls Geschichte.

Während des Sommers produzierte ich gegen 100 h Stunden Luftaufnahmen in 4K - ausschliesslich Landschaftsaufnahmen in den Alpen.
Die Qualität in 4K war ordentlich. Leider war die Auflösung im Fotomodus mit 12 Mpx nicht gerade berauschend.

Vor Weihnachten 2015 kündigte DJI eine neue Kamera für den Inspire 1 an. Die X5 Kamera mit passendem Gimbal kaufte ich mir schliesslich Anfang Frühling 2016.

Steckte in der X3 noch ein Sony Exmor R CMOS; 1/2.3” wurde in der X5 ein Panasonic (?) Micro-Four-Third Sensor verbaut.
Als Wechselobjektiv kaufte ich mir das Panasonic Lumix 15mm f/1.7, da ich schon die Panasonic GX8 besitze.

Praktische Erfahrungen

In der folgenden Gegenüberstellung sind Vor- und Nachteile der beiden Kameras/Gimbalsysteme aufgeführt. Es sind Alltagserfahrungen ohne wissenschaftlichen Anspruch!


Kamera Zenmuse X3

Vorteile:

  • Leichte Kamera, lange Flugzeit
  • Im Automatikmodus erstaunlich gute Belichtung
  • Seitliche Schwenks sind sanft ohne zu Überdrehen möglich. Ist an der Fernbedienung der Stick in der Nullposition, bleibt die Kamera, resp. der Gimbal sofort stehen.

Kamera Zenmuse X5

Vorteile:

  • Fotoauflösung mit 16 Mpx spürbar besser undVideos in 4K/UHD markant schärfer, detaillierter!
  • Manuelle Blende am Objektiv einstellbar
  • Durch die manuelle Blende kann das Objektiv im optimalen Bereich betrieben werden: Ca. 2 bis 3 Blendenstufen abblenden.
  • Focus kann im Flug via Touchscreen justiert werden.
  • Standard Filtergewinde
  • In der DJI PilotApp umfangreiche Einstellmöglichkeiten, die auch während des Flugs geändert werden können.

Nachteile:

  • Objektiv Fixfocus
  • Sehr kleiner Sensor
  • Kein Filtergewinde

Nachteile:

  • Durch das höhere Gewicht der Kamera mit Objektiv und Gimbal ca. 25% kürzere Flugzeit! (war natürlich zu erwarten)
  • Beim behutsamen seitlichen Schwenken der Kamera neigt der Gimbal zum Überdrehen und braucht einige Sekunden, bis er sich in der Horizontalen eingemittet hat.
  • Beim Flug konnte ich manchmal einen leichten Jello-Effekt bemerken. Ich gehe der Sache noch nach: Könnte an den Props liegen, die schon etliche Dutzend Flugstunden auf dem Buckel haben)
  • Der Einschubschacht für die Micro-SD Speicherkarte ist von der Zugänglichkeit her an einem sehr suboptimalen Ort.

Fazit

Auf den ersten Blick scheinen die negativen Punkte bei der Zenmuse X5 zu überwiegen. Aber die markant bessere Auflösung im 4K Videomodus, die vielfältigen manuellen Einstellmöglichkeiten und die 16 Mpx im Fotomodus sind für mich ausschlaggebend.
Die physikalisch bedingt kürzere Flugzeit nehme ich in Kauf; dem (manchmal leichten!) Jello Effekt gehe ich noch auf den Grund.

0 Kommentare

Mit dem Reisevirus angesteckt

Herzlich Willkommen zu meinem Reise- und Fotoblog


Schon als Teenager erkundete ich mit meinem Töffli (Mofa) die nähere und weitere Umgebung. Von Natur aus neugierig, nahm und nimmt es mich bis heute Wunder, was sich hinter der nächsten Kurve versteckt.
In den 80er Jahren bereiste  ich Europa mit dem Interrail Abo von Nord nach Süd (vom Nordkapp bis Portugal) und von Ost nach West (von der Bretagne bis Istanbul).
Zwei Fahrradtouren ergänzten die verschiedenen Interrail Trips. In guter Erinnerung ist die Velotour nach London - gerade mal in einem Alter von 15 Jahren...
1991 folgte die erste grosse Weltreise, die unter anderem nach Neuseeland, Indonesien, Thailand und China führte: Es war die klassische "Banana Pancake" Route in Asien.
Ich war definitiv mit dem Reisevirus infisziert!

Ich kam aber auch völlig krank wieder nach Hause: Abgesehen von den üblichen Magen-Darm-Problemen, gaben mir zwei Typhus Erkrankungen in Sumatra (Indonesien) und Guilin (China) den Rest.
Dies sollte mich jedoch nicht davon abhalten, mich schon bald an die Planung der nächsten Reise zu wagen: Mit der Transsib von Moskau nach Peking; dort sollte ich jedoch nie ankommen... dazu später mehr...

Rückblick und Ausblick als Backpacker


Mit diesem Blog möchte ich einerseits Aktuelles zu meinen Reisen posten, aber auch immer wieder kleine Erlebnisse aus längst vergangenen Reisen zum Besten geben.
Reisen und Fotografieren sind für mich wie Zwillinge: Besser kann man zwei Hobbys gar nicht kombinieren.
Tipps, Tricks und Tests zur (Reise-) Fotografie ergänzen diese Page.
Mit einem kritischen Aussenblick hinterfrage ich das Phänomen der "Backpacker", die ja für sich in Anspruch nehmen, die "richtigen" Reisenden zu sein...

 



Infizierend

China, Dali, 1991


Meine erste Weltreise führte 1991 unter anderem nach China.
Damals fand das Reisen noch ohne Internet und Smartphone statt. Informationsquellen waren einzig der Lonely Planet und die News von anderen Backpackern.
Dieses "Buschtelefon" stirbt leider je länger je mehr aus. Im Gemeinschaftsraum starren die meisten apathisch auf ihr Handy...

Faszinierend

Chile, Altiplano, 2009


Mit 40 Jahren fand bei mir eine Zäsur statt. Langsam konnte ich es mir finanziell leisten, auch teurere Reisen zu unternehmen: Die Antarktis stand auf dem Programm. Anschliessend bereiste ich Chile, Bolivien und Peru.
Eine Zäsur brachte auch die Wahl der Unterkunft: Nächtigte ich normalerweise in Dorms (Mehrbettzimmer), zog ich nun ein Einzelzimmer vor: Vom Backpacker zum Flashpacker.

Imponierend

Äthiopien, Vulkan Erta Ale, 2015


Meine Faszination für den Vulkanismus ist ungebrochen: Wer einmal einen Vulkanausbruch miterlebt oder nachts neben einem Lavastrom gestanden hat, wird süchtig danach, diesen "Kick" zu wiederholen.


0 Kommentare