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Drohne DJI Inspire 2

Nachdem meine heissgeliebte Drohne DJI Inspire 1 das Ende der Lebensdauer erreicht hat, habe ich mir Mitte März 2018 das Nachfolgemodell gekauft: DJI Inspire 2.
Dieser Multikopter ist eine Wucht!

Ich verzichte hier auf ellenlange Tests und Analysen. Dazu gibt es auf Youtube genügend Berichte. Ich möchte einfach ein kurzes Zwischenfazit machen. Vor allem, was mir im Vergleich zur Inspire 1 aufgefallen ist.


Ich habe mir lange überlegt, welchen Gimbal mit Kamera ich kaufen soll. Bei der Inspire 1 beträgt die Auflösung 16 Mpix. Das war mir immer etwas zu wenig. Dazu sind die Fotos im MFT-Format also im Verhältnis 4:3. Dies ist in meinen Augen ein unmögliches Seitenverhältnis. 3:2 entspricht einfach eher unserer Sichtweise.
Beschneide ich in einem Bildberabeitungsprogramm die 16 Mpix auf 3:2, so bleiben dann noch mickrige 12 bis 14 Mpix übrig.
Dies ist auch ein Grund, weshalb ich mit der Inspire 1 nur wenige Fotos gemacht habe.


Bei der Inspire 2 kann ich unter vielen Kameras wählen. Die X5-Varianten haben zwischen 12 und 20 Mpix Auflösung - leider wieder im Seitenverhältnis 4:3.
Als Alternative gibt es die X4s und X7. Die X4s punktet mit einem 1 Zoll Bildsensor und 20 Mpix in Verhältnis 3:2.
Die X7 hätte fabelhafte 24 Mpix. Allerdings kostet die Kamera mit Gimbal rund Fr. 3000.- - ohne Objektiv wohlgmerkt!

 

Somit fiel meine Wahl auf die relativ preiswerte X4s, die für Fr. 740.- zu haben ist. Einziges Manko ist, dass ich das Objektiv nicht wechseln kann.

Erfahrungen

Software & Firmware Update

Bei der Inspire 1 war das Firmware Update ein echtes Ärgernis und einfach nur mühsam. Bei der Inspire 2 ist es ein Kinderspiel: Tablet mit der Fernsteuerung verbinden, Wifi aktivieren und nach Updates suchen lassen.
Pop-up Menüs leiten durch den Vorgang. Vom Tablet werden die Updates direkt auf die Fernbedienung und die Inspire 2 übertragen. Nach dem Kauf dauerte der Update Vorgang übrigens über eine halbe Stunde. Volle Akkus sind also ratsam.

Lande- und Flugmodus einstellen

Erfreulich ist, dass man jetzt die Arme mit den Motoren direkt an der Inspire 2 ein- oder ausfahren kann. Dazu einfach 5x hintereinander den Hauptschalter drücken. So kann die Drohne schnell in den Transportmodus gebracht und im Koffer verstaut werden. Bei Inspire 1 konnte der Wechsel zwischen Flug- und Landemodus nur an der Fernbedienung eingestellt werden; was eine ziemlich mühsame Sache war.

Flugeigenschaften

Die Inspire 2 fliegt sich spritzig durch die Luft. Steuerbefehle werden direkt umgesetzt. Ein grosser Fortschritt ist die höhere Sinkrate der Inspire 2. Vor allem beim Rückflug ist dies ein deutlicher Zeitgewinn.
Auch bei starkem Wind steht die Drohne wie in Stein gemeisselt in der Luft. Stopps in der Luft werden sofort eingeleitet.
Nach der Landung stellen die Motoren unmittelbar ab. Bei der Inspire 1 haben (bei mir) manchmal die Motoren noch einmal kurz aufgedreht, so dass die Inspire 1 instabil wurde.

Gimbal und Kamera Zenmuse X4s

Der Gimbal macht einen perfekten Job. Auch im schnellen Flug sind keine Schwankungen oder dauerndes Nachjustieren feststellbar. Bei der Inspire 1 blieb manchmal der Gimbal leicht schräg hängen. Bei Landschaftsaufnahmen suboptimal, wenn der Horizont nicht waagrecht ist.
Die Kamera erfüllt meine Ansprüche. Die Auflösung von 20 Mpix sind eine Wohltat. Selbst bei schlechtem Licht wird das Bildrauschen weniger schnell sichtbar - 1 Zoll Sensor sei Dank!

Akkus und Ladegerät

Die Inspire 2 wird mit zwei Akkus betrieben. Das Positive daran ist, dass die Ausfallsicherheit massiv erhöht wurde. Die Flugzeit ist trotz der beiden Akkus nicht automatisch doppelt so lang; es muss jetzt ja auch deutlich mehr Gewicht in die Höhe gehoben werden.
DJI Akkus waren noch nie preiswert - aber jetzt muss man für eine Flugsession immer zwei Akkus kaufen. Je nach Anbieter kosten zwei Akkus zwischen Fr. 400 bis 460 Fr. - ein nicht unwesentlicher Kostenfaktor!
Bei der Inspire 1 wurde am Vierfachladegerät immer nur ein Akkus auf's Mal geladen. Das neue Ladegerät der Inspire 2 lädt zwei Akkus gleichzeitig.

DJI App Go 4

Die neue DJI App Go 4 dient als Plattform für alle neueren DJI Drohnen. Die App läuft leider deutlich instabiler als die alte App für die Inspire 1. Ich benutze ein älteres iPad mini mit dem neusten iOS. Trotzdem hängt die App immer mal wieder. Das hatte ich bei der Inspire 1 nie.

Auch ist das Livebild nicht wirklich stabil; immer mal wieder kurze Aussetzer - selbst in einer Entfernung von nur 200m.
Ich hoffe, die Entwickler kriegen das endlich in den Griff. Die einschlägigen Foren sind ja voll mit negativen Kommentaren.
Update 23.04.2018: Ich habe gestgestellt, dass im Fotomodus das nächste Foto nicht gemacht werden soll, solange das vorangehende Foto noch gespeichert wird; sonst besteht die Gefahr, dass die App abstürzt.

DJI App Go 4: Höheneinstellung

In der Schweiz sind wir ja (noch) in der glücklichen Lage, dass auch in der Vertikalen das Fliegen auf Sicht die Referenz ist und somit auch 200 Höhenmeter erlaubt sind (ausserhalb von CTRs und TMAs max. 150m). Standardmässig ist in der App die Höhenbegrenzung auf 120m eingestellt. Änderungen kann ich nur vornehmen, wenn die Fernsteuerung ausgeschaltet ist. Nach einem Neustart der App sind einmal geänderte Höheneinstellung (z.B. 200m) wieder auf 120m zurückgesetzt...
Update 23.04.2018: Mit dem neusten Update bleibt die einmal gespeicherte Höheneinstellung jetzt bestehen.


Fazit

Die Inspire 2 ist rundum geglückt. Ein deutlicher Mehrwert gegenüber der Inspire 1. Ärgerlich ist nur die DJI App Go 4. Da ist noch deutlich Luft nach oben!

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